Eine Webseite besteht aus zwei Teilen: dem Frontend, das die Webseite für den User sichtbar macht und dem Backend. Dieses wird aus der Administrationsoberfläche, aber auch der Datenbank und den Dateien, die die Webseite erst zum Leben erwecken, gebildet.

Meistens wird viel Arbeit in das Design des Frontend gesteckt. Schließlich soll die Webseite ja auch schön aussehen und Kunden anziehen. Für die meisten Webseitenbesitzer geht es um die Funktionen wie Bestellformulare und Produktsuchen. Sind diese umgesetzt und die User können die Webseite auch einfach auf mobilen Geräten benutzen, ist man zufrieden.

Probleme kommen aber dann, wenn man etwas ändern will. Denn selbst ein CMS wie Joomla oder Drupal überfordert die meisten Geschäftsinhaber schon. Dabei ist das Backend fast noch wichtiger als das Frontend-Design: Ohne die Admin-Oberfläche kommt nämlich auch kein Produkt auf die Webseite. Wenn man dann auch noch verschiedene Mitarbeiter hat, die Produkte aktualisieren müssen, zahlen sich vorher gemachte Gedanken schnell aus.

Auch Prozess im Backend festlegen

Im Backend wird nicht nur festgelegt, wie die Elemente zusammengeführt werden können, sondern auch die Prozesse, die zum Beispiel für eine Bestellung in einem Onlineshop wichtig sind. Hier muss man auch in der Lage sein Berichte abzurufen, Userprofile anzusehen und Verkaufszahlen zu beobachten, und das auch noch in Echtzeit. Für ein digitales Geschäft ist das Backend eine Art Büro. Hier laufen alle Daten zusammen, und manchmal auch sämtliche Kommunikation.

Wer eine neue Webseite entwickelt, sollte deshalb unbedingt auch den Backend-Benutzer im Blick haben. Die vielbeschworene “User Experience” ist nicht nur für die Kunden wichtig, sondern auch für den Anwender. Ein Unternehmen will Inhalte schnell und unkompliziert aktualisieren können, ohne dabei Befehle lernen zu müssen oder einen Kurs zu machen. Außerdem muss man Schnittstellen zu anderen Programmen bereithalten, wie einer Buchhaltungssoftware oder der Lagerverwaltung. Und dieses APIs müssen vollautomatisiert laufen, die Daten sollten ohne manuelle Eingabe weitergegeben und verarbeitet werden können.